Identifikation
Mikrochip oder Tatoo ist die gängigste Art der Kennzeichnung bei Lamas. Der Mikrochip wird mittels Spender implantiert und mittels Micro-chip-Lesegerät kontrolliert.
Herdenmanagement
Die Ecksteine eines jeden Herdenmanagements sind einmal fort-laufende, genaue Aufzeichnungen. Dazu gehört Liste mit Impfungen sowie Entwurmungen. Weil Llamas ausgesprochen soziale Kreaturen sind, kann die Aufteilung der Herde sehr heikel sein. Die Hauptherde kann aus Stuten mit ihren Jungen bestehen, ein Hengst kann in der Herde zwecks Fortpflanzung gehalten werden. Es ist nicht ratsam, einen Hengst oder Junghengst zusammen mit einer kurz vor dem Abfohlen stehenden Stute zu halten, da der Geburtsvorgang den Hengst zum Decken animieren könnte und dieses eine Gefahr für das Neugeborene darstellen könnte. Fohlen, die entwöhnt werden sollen, sollen mindestens für einen Monat von der Mutter getrennt werden, und zwar in einem Alter von ca.7 Monaten, je nach Verfassung der Stute und des Fohlens. Der Schlüssel für eine erfolgreiche Entwöhnung ist: Mutter und Fohlen so zu halten, daß sie einander weder sehen noch hören können. Junghengste im Alter von 8 - 24 Monaten werden oft separat gehalten, da sie sonst die Stuten im Spiel bespringen und daher das ganze Zuchtprogramm durcheinanderbringen. Auch sollten Junghengste von erwachsenen Hengsten mit mehr als einem Zaun von einander getrennt werden, da sie sonst einen Angriff provozieren. Kastrierte Tiere können normalerweise ohne Probleme gemeinsam gehalten werden. Züchter lassen meist alle Hengste, welche sie zur Zucht nicht brauchen, kastrieren. Dies kann ab einem Alter von zwei Jahren geschehen. Geschieht es früher, kann das Wachstum beein-trächtigt sein. Abhängig vom Temperament kann ein Wallach in der Hauptherde gehalten werden. Erwachsene Hengste, welche getrennt von den Stuten leben, kommen oft sehr gut miteinander aus, kommt jedoch eine Stute in ihre Nähe, können sie sehr aggressiv gegeneinander vorgehen, und wenn man nichts dagegen unternimmt, können ernste Schäden an Tieren und Anlage daraus resultieren. Es ist jedem selbst überlassen, durch gezieltes Beobachten für sich und seinen Betrieb das ideale Herden-management zu entdecken. Der ideale Weg. ein Llama einzufangen, ist es mit ein paar anderen in eine kleine Koppel zu treiben, wo kein Entrinnen möglich ist. Auf einem großen Feld werden mehrere Personen benötigt. Sie können darauf trainiert werden, herzukommen, sobald man ihren Namen ruft. Es ist hilfreich, die Tiere in der Fangkoppel zu füttern, damit sie lieber hineingehen. Die meisten Llamas verhalten sich friedlich, wenn man ihnen nur ein paar Sekunden Zeit gibt, sich auf die neue Situation einzustellen. Man sollte darauf achten, daß das Halfter richtig sitzt, und zwar sollte das Nasenband nicht am weichen Teil der Nase plaziert sein, sondern nahe an den Augen, nur so ist ein Sitz auf den darunterliegenden Knochen gewährleistet. Bild Da Llamas äußerst reinlich sind, verrichten sie ihr Geschäft meistens an derselben Stelle. Nach dem Düngen sollte einige Monate lang nicht beweidet werden. Giftige Pflanzen und andere gefährliche Gegen-stände müssen entfernt werden.
