Sie sind hier:

Geschichte und Ursprung

Lamaarten

Futter

Geburt

Management

Haltung

Gesundheit

Zucht

Allgemein:

Startseite

Kontakt

Impressum

Geschichte

Das Llama ist eine Spezies der Gattung Lama ( geschrieben mit einem "L") und gehört zur Familie der Kameliden. Der Ursprung des Llama (Lama) liegt in Nordamerika und geht auf ungefähr 12 Millionen Jahre zurück. Vor 4 Millionen Jahren verschwanden diese Tiere, manche Richtung Norden über die Beringstraße in den mittleren Osten, wo sie sich zum einhöckrigen Dromedar und zum zweihöckrigen asiatischen Bactrian-Kamel entwickelten. Andere begaben sich nach Süden über die Panama-Landbrücke, um sich später zum südamerikanischen Lama zu entwickeln, hauptsächlich in den argentinischen, chilenischen, bolivianischen und den peruanischen Anden. Es gibt 4 verschiedene Arten in der Familie der Lamas; Llamas und Alpakas wurden vor etwa 6.300 Jahren gezähmt, das Vikuna ( vi KOON yah), sowie das Guanaco ( guwah NAHK oh ) sind Wildtiere. Mit dem Ende der Eiszeit, vor 10.000 - 12.000 Jahren, waren die Kameliden in Nordamerika ausgestorben. Bei allen Lama-Arten fand das Fleisch als Nahrungsmittel, die Haut als Kleidung und der Dung als Brennstoff Verwendung. Die Wolle wurde zu Kleidung und Textilien verarbeitet. Manche Wollprodukte gehen sogar bis auf 500 v. Chr. zurück. Im Königreich der Inkas waren Llamas von unermeßlicher Wichtigkeit im Handelsgeschehen. Ebenso spielten sie eine große Rolle bei den religiösen Zeremonien der Inkastämme. Alpakas sind hauptsächlich zur Woll- und Fleischproduktion gezüchtet worden. Von Zeit zu Zeit wurden Guanaco - und Vikunaherden in Korrale getrieben, um sie zu scheren oder zu schlachten. Die feine, weiche Wolle der Vikunas war nur Inkakönigen vorbehalten. Jeder andere der beim Tragen von Vikunakleidung erwischt wurde, bezahlte dies mit seinem Leben. Llamas wurden in Nordamerika um 1870 wiederum in Zoos und privaten Tierparks gehalten. Um 1930 zählte man wieder ca. 400 Lamas und Guanacos, und heute sind es bereits 123.000 Llamas und 15.000 Alpacas.

Anatomischer Aufbau

Von den anatomischen Merkmalen her sind sich alle 4 Lama-Arten sehr ähnlich. Sie besitzen 3 Mägen und sind Wiederkäuer. Die Tiere sind Schwielensohler mit je 2 Zehen und harten Nägeln, welche in bestimmten Zeitabständen geschnitten werden müssen. Wegen ihrer weich gepolsterten Füße eignen sie sich besonders gut als Packtiere. Sie haben im Oberkiefer keine Zähne, sondern eine Gaumenplatte, und ihre Oberlippe ist vorne gespaltene. Erwachsene Hengste verfügen über scharfe Kampfzähne. Ihre Hauptverteidigung ist Flucht, Schlagen oder Beißen. Auch Spucken ist ein Teil der Verteidigung sowie ein Zeichen von Aggression und Dominanz. Für ihre "Körper-sprache" verwenden sie Ohren, Kopf, Hals und Schwanzposition kombiniert mit verbaler Sprache. Stimmenmäßig gibt es mehrere Variationen. Da ist auf der einen Seite das genußvolle "Hummm" , vergleichbar mit dem "Muh" der Kuh, zum anderen ein helles Wiehern, ein Alarmsignal! Wenn ein männliches Tier einem weiblichen hinterherjagt, zwecks möglicher Begattung, macht es einen orgelnden Ton. Weiters bekommt man noch schreiende und schnarchende Laute zu Gehör. Die Tiere lieben es besonders, im Sand zu baden, um ihr Haarkleid sauber zu halten. Sie verstreuen ihren Kot nicht über die ganze Weide, sondern nur an bestimmten Plätzen. Llama-Babies bezeichnet man als die niedlichsten im Königreich der Tiere.